SORTIERUNG AUF ZIRKULARITÄT; FASHION FOR GOOD STARTET NEUES PROJEKT FÜR TEXTILRECYCLING.

Die Menge der weggeworfenen Textilien nimmt jedes Jahr zu und das wird immer schneller passieren. Obwohl ein Teil dieser Textilien wieder getragen wird, wird auch ein erheblicher Teil recycelt. Um eine gute Infrastruktur zu schaffen und diese Textilien effektiv zu recyceln, ist ein Einblick in die Materialzusammensetzung erforderlich. Das derzeitige Textilsortiersystem, das sich stark auf manuelle Eingaben verlässt, kann angesichts der oft unzuverlässigen und fehlenden Kleidungsetiketten keine genauen Erkenntnisse liefern.

Heute startet Fashion for Good das Projekt „Sorting for Circularity“, um diese Herausforderung in einem größeren Maßstab als je zuvor anzugehen. Das Projekt, das wichtige Marken und Branchenführer aus ganz Europa zusammenbringt, wird eine umfassende Analyse von Textilabfällen unter Verwendung einer genaueren, innovativen Nah-Infrarot (NIR)-Technologie durchführen und gleichzeitig Möglichkeiten des Textilrecyclings aufzeigen. Diese Forschung wird zu einer offenen digitalen Plattform führen, um Textilabfälle von Sortierern mit Recyclern zusammenzubringen, damit diese sich abstimmen und eine Infrastruktur für eine größere Kreislaufwirtschaft in den kommenden Jahren aufbauen können.

Das Projekt bringt die größten industriellen Textilsortierer in der nordwesteuropäischen Region zusammen, darunter Boer Group, I:CO (Teil der SOEX Group), JMP Wilcox (Teil von Textile Recycling International) und TEXAID. Damit stehen die wichtigsten Akteure der Branche im Mittelpunkt des Projekts und treiben die Industrie zu mehr Kreislaufwirtschaft an.


 

UPDATE | Corona virus COVID-19

Der weltweite Ausbruch von COVID-19 bringt viele Herausforderungen in verschiedenen Branchen mit sich. Natürlich ist auch die Boer Group mit einigen konfrontiert.

Das Sammeln und Recyceln von Alttextilien gilt in den meisten EU-Mitgliedsstaaten als systemrelevante Aktivität im Rahmen der Abfallwirtschaft. Dies ermöglicht es uns, das Sammeln und Sortieren von Textilien auch in dieser Krise fortzusetzen.

Selbstverständlich haben alle Unternehmen der Boer-Gruppe Vorsichtsmaßnahmen gemäß den Richtlinien der nationalen Gesundheitsbehörden ergriffen, um die Sicherheit und Gesundheit unserer Mitarbeiter zu gewährleisten. Dies hat für uns oberste Priorität.


Boer Group schließt mit der Frankenhuis-Akquisition die textile Recyclingkette

DORDRECHT | HAAKSBERGEN – Am 15. Oktober 2018 hat Boer Group die Mehrheit am Frankenhuis in Haaksbergen erworben. Mit dieser strategischen Akquisition schließt die Boer Group die Kette der Kreislaufwirtschaft für Post-Consumer-Textilien.

Nachdem die strategische Positionierung und Beschäftigung im Frankenhuis gesichert ist, nehmen die Venture Capital-Gesellschaften Wadinko und Hannet de Vries-in’t Veld Abschied vom Frankenhuis. Die Geschäftsführung von Frankenhuis wird von Tich Vanduren weitergeführt. Mit der Integration von Frankenhuis in Boer Group wird eine konstante Versorgung mit Rohstoffen sichergestellt und weiteres Wachstum in der Produktion von mechanisch recycelten Post-Consumer-Textilien realisiert.

Frankenhuis ist ein führendes und einziges Unternehmen in den Niederlanden, das auf das mechanische Recycling von Post-Consumer-Textilien spezialisiert ist. Im Frankenhuis arbeiten 30 Leute.

Boer Group sammelt, sortiert und bereitet Textilien, getragene Kleidung und Schuhe für die Wiederverwendung seit mehr als 100 Jahren vor. Die Organisation besteht aus drei Sammelunternehmen und sieben Sortierfirmen in den Niederlanden, Belgien und Deutschland. Die 750 Mitarbeiter sortieren pro Jahr ca. 100 Millionen Kilogramm Alttextilien und arbeiten permanent an einer nachhaltigen Lösung, um den Restmüll so gering wie möglich zu halten.

Frankenhuis Website: www.frankenhuisbv.nl