Die Geschichte der Boer Group

Das Fundament der Boer Group wurde in den 50-iger Jahren in Rotterdam mit dem Sammeln und dem Handel mit Metall, Papier und Lumpen gelegt. Die erste Niederlassung befand sich an der Jozeflaan, wo sich ein kleines Team immer stärker auf das Sortieren von Lumpen und die Suche nach Wiederverwendungsmöglichkeiten spezialisierte.

Gebotex wurde 1965 von Gerrit Boer gegründet und war das erste echte Textilien-Sortierunternehmen. Gerrit war der Großvater des gegenwärtigen CEO der Boer Group. Unter der Leitung von Gerrits Sohn, Marinus, nahm die Organisation ihre gegenwärtige Form an. Es wurden zahlreiche neue Sortierunternehmen gegründet bzw. übernommen, wobei der Erwerb von FWS, dem größten Sammelunternehmen Deutschlands, einen strategischen Meilenstein darstellte. Mit dieser Übernahme war die Zulieferung unsortierter Textilien für die Sortierunternehmen der Gruppe gesichert, normalerweise auf diesem Markt keine Selbstverständlichkeit. Die Kontinuität des Kerngeschäfts der Boer Group – die Sortierung – war damit garantiert.

Ende des 20. Jahrhunderts legte die Boer Group den Fokus insbesondere auf die Effizienzsteigerung der Sortierunternehmen. Sämtliche Betriebsstätten wurden gründlich modernisiert und alle Anliefer- und Abtransportlinien für den Sortierprozess vollständig automatisiert.

Auch die Organisation sollte stärker professionalisiert werden. Es entstand eine klarere Struktur, und auch eine Personalrichtlinie wurde eingeführt. Seit 2016 arbeitet die Boer Group auf der Grundlage einer Kombination der Normen ISO 14001 und OHSAS 18001 mit einem gut durchdachten Qualitätsmanagementsystem, das sich auf die Nachhaltigkeit und Sicherheit des Produktionsprozesses richtet.

Im vergangenen Jahrzehnt folgte ein weiterer Ausbau des Geschäfts in Belgien und Dubai. Zu den jüngsten Entwicklungen gehören die Partnerschaft mit Gebetex Collecte und Tri im Norden von Frankreich sowie die Gründung der Boer Group Recycling Solutions im Jahr 2015.

Auch in der Geschäftsführung der Boer Group vollzogen sich einige Änderungen: mittlerweile liegt die Leitung in den Händen der vierten Generation. Diese möchte mit ihrer eigenen Vision eine kontinuierliche Weiterentwicklung zu einer modernen Organisation sicherstellen.